Unser Besuch in der Terra Cloud 

Am 19.06.18 besuchten wir die Wortmann AG in Hüllhorst. Das ganze Event war Teil unseres Auszubildendentages.

Hier wurde uns das beeindruckende Cloudcenter vorgeführt.

Als wir uns der Halle näherten, bemerkte man direkt das Summen der Kühlaggregate.

Von diesen befinden sich 4 Stück im Einsatz und sorgen für eine optimale Betriebstemperatur im Inneren der ,,Cubes‘‘. So nennt die Wortmann die einzelnen Serverräume. 

Natürlich braucht so ein Cloud-Center auch eine passende Stromversorgung. Diese wird durch zwei Ringleitungen redundant abgesichert. Zusätzlich dazu sorgt ein Dieselgenerator mit einem 20.000 Liter Tank, bald 40.000Liter, für eine autarke Versorgung für bis zu 5 Tage.

Bis letztes Jahr konnte das ganze Center noch mit 130% Abdeckung von der auf dem Dach montierten Solaranlage betrieben werden. Durch den Ausbau von 2 weiteren Cubes ist dies jedoch nicht mehr möglich.

Diese Absicherung wäre jedoch sinnlos, sollte das Internet aussetzten, weshalb hier auch eine 3-fache Absicherung getroffen wurde. So wird die Cloud von Backbones der Telekom, 1&1 und Vodafone gespeist, um eine unterbrechungsfreie Verbindung zu gewähren.

Nach der äußeren Vorstellung wurden wir ins Innere geleitet. Ohne Zugangschips und Codes kommt man hier nicht weit. Nur ein zertifizierter Mitarbeiter kommt hier an den Stahltüren vorbei. Und so ging es mit passender Führung weiter ins Innere der Cloud. In diesem Fall in den Keller. Hier bot sich uns in einem langen Gang ein beeindruckender Anblick.

Das Glas wechselte die Transparenz und der Server fuhr seine RGB-Beleuchtung hoch. Durch Panzerglas konnten wir den 1. ,,Cube‘‘ bestaunen. Dieser allein besteht schon aus ca. 2400 Höheneinheiten.

Die rote Beleuchtung zeigt den Wärmeweg an. Vorne wird kalte Luft angezogen und nach hinten zum kühlen genutzt. Der ganze Cube ist auf einem Doppelboden gebaut,  

welcher alle wichtigen Leitungen enthält. Natürlich ist hier Redundanz auch wieder ein großes Thema. Jedes Rack ist durch eine USV abgesichert. Im Nebenraum findet auf 7 Petabyte ein ständiges Backup statt.

Jeder Cube kann bei einem Kabelbrand innerhalb von 30 Sekunden mit Stickstoff über die Leitungen im Doppelboden geflutet werden. Dieses Verfahren greift die Hardware nicht an, nimmt jedoch dem Feuer den Sauerstoff zum brennen.

 

Auf dem folgenden Foto sieht man einen Cube der sich gerade in den letzten Zügen der Fertigstellung befindet. Er sollte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels bereits in Betrieb genommen worden sein. Hier sieht man auch noch einmal gut die Bodenleitungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Terracloud ein Paradebeispiel an Datensicherheit darstellt, von dem viele Firmen stark profitieren können. Hier wird ein Konzept gefahren, welches auf viele Jahre ausgelegt ist und sehr durchdacht und skalierbar geplant wurde.

Wir freuen uns die Entwicklung weiter zu verfolgen und hoffen Ihnen einen guten Einblick gegeben zu haben.